Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
127
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ltchkeit mit dem König gab. So lange das Hans Lan-caster ans dem Throne säst, war die Gattin überzeugt, daßihres Mannes Studien und Bestrebungen würden geachtetwerden, und sein harmloses Leben ungefährdet von denwilden Borurtheilen des Volkes bleiben; und daß die guteKönigin ihn nicht werde darben lassen, wenn die letzteMark Silbers anSgegcbe» sehn werde in Verfolgung sei-ner Entwürfe znm Besten seines Landes: und mit solchenHoffnungen starb die Frau!

Ein Jahr nachher war am Hof Alles in Unordnung;bewaffnete Männer vertraten den Dienst junger Mädchen,und Sybille ward mit einem Beutel voll großer Gold-stücke, die sich bald in Handschriften verwandelten, inihres Vaters ödes Hans znrückgeschickt. Hier war sieausgewachsen, eine Blume unter Ruinen - ohne eineGespielin ihres Alters, mit der Ausgabe der auch ihreholde und liebevolle Natur trefflich entsprach, den Con-trast eines prächtigen und üppigen Hofes mit der Dürf-tigkeit eines Hauswesens zu ertragen, das mit jedem JahreHunger und Mangel fühlbarer bedrängten.

Sybille war schon als Kind in manchen Fertigkeitenunterrichtet worden, welche damals bei beide» Geschlech-tern selten zu finden waren sie konnte lesen und schrei-be»; und Margaretha hatte in dem rauhen nordischenLande nicht so gänzlich alle Erinnernng der Künste ver-loren , welche ihres Vaters Hvs zierteil, daß sie die Er-ziehung und Bildung der in ihrem Hvfhalt Nnfwachsendenvernachläßigt hätte. Viele Aufmerksamkeit wurde der