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ist mir in meinen armen Sinnen, als hätte ich acht Tagelang kein Brod über den Mund gebracht."
„ES freut mich, Euch so munter sprechen zu hören,"antwortete Sybille; „wartet nur einen Augenblick oderein paar, bis ich Euren Arzt befrage."
Und mit diesen Worten schloß sie dic Thürc, stiegiangsam die Treppen hinab, und schritt dann weiter inein Gemach, das mehr einem Gewölbe als einem Wohn-zimmer gleich sah, wo sie die einzige Dienerin des Hausestraf. Die Zeit, welche so phantastische Veränderungenin der Kleidung der hühern Klaffen bewirkt, hat mehrAchtung vor der Tracht der Geringeren; und abgesehendavon, daß die Kleider von grobem Stoff, einer Art vonSarsche waren, war, hinsichtlich der Bequemlichkeit undReichlichkeit zwischen dem Anzug der alten Madge unddem einer unverkünstelte» Dienstmagd im Norden, wäh-rend des letzten Jahrhunderts, kein so großer Unterschied,als man vielleicht voranssetzcn möchte. Das Gesicht desalten Weibes war mager und eingesallcii, aber sein schar-fer Ausdruck erheiterte sich zu einem Lächeln, als sie durchdie Dämpfe und durch das Dunkel der anmiithigen Ge-stalt ihrer jungen Gebieterin ansichtig wurde.
„Ach, Madge," sagte Sybille mit einem Seufzer,„es ist recht traurig, arm zu seyn!"
„Für Jemand wie Du, Fräulein Sybille, gauz ge-wiß. Für Unsersgleichen hat es Nichts zu sagen. Aber-S geht mir an mein altes Herz, wenn ich Euch hier ein-gesperrt sehe, oder, noch schlimmer, auSgehcn in diesem