Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
81
Einzelbild herunterladen
 

8t

Dießmal klang seine Stimme gebieterisch nnd dasarme Mädchen gehorchte ihr «»willkürlich. Sie erzählteihr Mißgeschick, ihre Verfolgung durch die Tambnrin-schlägerinnen, ihr Entkommen das sie der freundlichenTheilnahmc des Nevile's verdanke ihre Trennung vonihrer Begleiterin, und ihre Ungewißheit in Betreff desWeges, den ne einschlagen sollte.

Der Edelmann hörte ihr mit gespannter Theilnahmezu; er war ein von Genuß und von der Welt bis zumUeberdrnß gesättigter Mann, und die augenfällige Un-schuld Spbillens war für seine Erfahrung etwas Neues,während der Contrast ihrer Kleidung mit ihrer Spracheseine Neugier rege machte.Und," sagte er,Dein Be-schützer verließ Dich, als er sein Werk erst halb gethanhatte! pfui über seine Ritterlichkeit! Aber ich, Jüng-ferchen, trage die ächten Nittersporen, und den Bedräng-ten beiznstehen ist eine Pflicht, welche zu versäumen meinEid mir nie erlaubt. Ich will Dich heim g< leiten, dennich kenne recht gut die Umgebungen dieses schlimmen Ne-sieS, London. Du hast mir nur die Vorstadt zu nennen,in welcher Dein Vater wohnt."

Sybille schlug halb unbewußt ihren Schleier zurücknnd erhob ihre schönen Augen gegen den Fremden, halbverwirrt vor Ueberraschnng nnd Dankbarkeit; sie hatteihre Kindcrjahre an einem Hofe verlebt, ihr Auge, ge-wöhnt an den Anblick von Vornehmheit, erkannte sogleichden hohen Rang des zu ihr Sprechenden; der Contrastdieser unerwarteten und zarten Galanterie mit dem her-Bnlwcr's Romane. UI. 0