Druckschrift 
1 (1843)
Entstehung
Seite
82
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«blaffenden Tone und dem plötzlichen Weglaufe» Mar-madukc'S rührte sie wieder zu Thränen.Ach, würdigerSir," sagte sie stammelnd,was kann Dich belohnen fürdiese unverhoffte Gutihat?"

Ein unschuldiges Lächeln, holde Jungfrau! denndas, will ich schwören, bist Du!"

Erbot ihr nicht die Hand, sondern den mit Goldeingelegten Zügel über den Arm geworfen, schritt er nebenihr dahin: und nachdem sie ihm mit wenigen Worten zurGenüge bezeichnet, wohin sie geleitet scyn wollte, führteer sie über den Platz, mitten durch das Volksgewühl hin-durch. Er fühlte Nichts von der jugendlichen Schaam,von den kindischunschuldigcn Bedenklichkeiten Marmadu-ke'S, bei den gaffenden Blicken, welche sich auf ihn, insolcher Gesellschaft, hefteten. Aber Sybille bemerkte, daßjeden Augenblick Mützen und Hüte gezogen wurden, wiesie vorüber zogen, und das ehrfurchtsvolle Gemurmel desPöbels, der so eben noch gejauchzt hatte bet ihrer Angstund Noth, belehrte sic, welch ein unermeßlicher Abstandin der Schätzung der Menschen besteht zwischen Armuth,die nur von der Tugend, und Armuth, die von der Machtbeschützt ist.

Plötzlich aber brach eine in grellem Flitterstaat rau-schende Gruppe durch den Haufen, und ihren Pfad um-kreisend näherte sich die Vorderste derselben keck dem Edel-mann , schaute ihm frech in sein Verachtung aussprechen-deS Gesicht, und rief:Handelst Du auch mit Küssen?Ha, ha! Das Leben ist kurz die Here ist selbst behert