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und mit einem breiten Saum des kostbarsten Pelzwerkseingefaßt. Der Griff des Dolches, der an seiner Brusthing, war nur von wunderbar geschnitztem Elfenbein, aberdie Scheide mit großen Perlen übersät. Im klebrigenwar der Fremde von gewöhnlicher Statur, wohl gebaut,und eher beweglich als kräftig, und in dem Alter stehend— etwa fünf und dreißigjährig — das man den zweitenFrühling des Mannes nennen kann. Sein Gesicht warweit weniger schon als das Marmaduke Nevilc'S, aberdrückte unendlich mehr Verstand sowohl als vornehmesSelbstgefühl aus, die Züge gerade und scharf, die Ge-sichtsfarbe klar und blaß; und unter dem glänzendengrauen Auge ein dunkler Schatten verrieth entweder einausgelassenes Leben oder nachdenklichen Ernst,
„Was fehlt Dir, Mädchen ? — Weinst Du um einentreulosen Geliebten? Beruhige Dich! Die Liebe erneuertsich in der Jugend, wie im Frühling Blume der Blumenachwächst,"
Sybille gab ihm keine Antwort; sie stand auf undmachte ei» paar Schritte, dann blieb sie stehen und schautesich um. Sie hatte ganz und gar Weg und Richtungnach Haus verloren, und sie sah mit Entsetzen in derFerne die verhaßten Tamburiumädchen,. von dem Pöbelgefolgt, ihre seltsamen Tänze in der Richtung dieser Stellezu schlingen,
„Fürchtest Du mich, Kind? Du hast dazu keine»Grund," sagte der Fremde ihr folgend, „Noch einmalfrage ich, was fehlt Dir?"