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Erfordcrniß — von Wahrheiten, welche dem angestreb-ten Zwecke entsprechen. So führt der Krieger die Wahr-scheinlichkeit des Ausgangs von Schlachten auf beinahemathematische Combinatioucn zurück. Noch genauer, —denn er hängt weniger von materiellen Ursachen ab, alsvon Ideen, die ihm zu Gebote stehen, kann der über diereinere Wissenschaft, über die göttliche Kunst GebietendeVorhersagen, was er wird leisten können, und worin er sei-nes Zwecks verfehle» muß. Aber diese Einsicht in Wahr-heiten wird gestört durch manche Einflüsse und Ursachen— durch Eitelkeit, Leidenschaftlichkeit, Furcht, Trägheit inihm selbst, Unkenntnis! der geeigneten Mittel außer ihmzu Erreichung seiner Absichten. Er kann seine eignen Kräftefalsch berechne»; cs kann ihm die Karte des Landes fehlen,in das er einfallen will. Nur in einem eigcnthümlichcnZustand seines Geistes ist er fähig, die Wahrheit zu er-schauen ; und dieser Zustand ist der der tiefsten Klarheitund Heiterkeit. Dein Geist brennt von fieberischem Ver-langen nach der Wahrheit, Du mochtest sij; in Deine Um-armung nothigen; Du möchtest mich bitten, Dir, ohneProbe und Vorbereitung, die größten Geheimnisse mitzn-theilen, die in der Natur cristiren. Aber die Wahrheitkann so wenig geschaut werden von dem nicht für sie vor-bereiteten Geist, als die Sonne mitten in der Nacht auf-gehen kann. Ein solcher Geist empfängt die Wahrheitnur, um sie zu beflecken; oder, um das Bild eines Manneszu gebrauchen, der auf seiner Wanderung nahe gekom-Bulwer's Romane. X6VI. 9