Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
Seite
116
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leck absprechend,von jenen großen Thaten der Römer,welche den Menschen die Gefühle der Freiheit und Tapfer-keit, die Tugenden einer Republik einflüßen. Ich wünschte,die CartonS von Raphael hätten die Geschichte der Ho-ratier veranschaulicht; aber es bleibt Frankreich und seinerRepublik Vorbehalten, der Nachwelt die neue und wahreSchule zu geben, welche in einem Lande der Pricsterschlan-heit und deS Betrugs nimmermehr erstehen konnte."

Und Raphaels Heilige und Jungfrauen sind Euchnur Männer und Weiber?" wiederholte Glyndvn, ganzverdutzt auf NieotS aufrichtiges Geständuisi zurnckkom-mcnd, und kaum die Folgerungen hörend, die der Fran-zose aus seinen Vordersätzen ableitete.

Gewiß. Ha, ha!" und Nicot erhob ein häßlichesGelächter;verlangt Ihr von mir, ich solle an den Kalen-der glauben, oder was ?"

Aber das Ideale?"

Das Ideale!" unterbrach ihn Nicot.DummesZeug! Die italienischen Kunstrichter und Eure englischenReynolds haben Euch den Kopf verdreht. Sie sind so ver-liebt in ihrenZusto xranilo" und ihreideale Schön-beit, die zur Seele spricht!" Seele! gibt es eineSeele? Ich verstehe einen Menschen, wenn er davonspricht, zu komponircn für einen verfeinerten Geschmack für eine gebildete, intelligente Vernunft für einenSinn, der Wahrheiten begreift. Aber mit der Seelepah ! wir sind eben Modifikationen der Materie, und Ma-lerei ist auch Modifikation der Materie!"