Druckschrift 
2 (1842)
Entstehung
Seite
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einige wenige Fischer an den Felsen herum beschäftigt,wo ihre Netze znm Trocknen hingen; und in einiger Ent-fernung unterbrach der Ton einer ländlichen Pfeife (injenen Tagen gewöhnlicher als jetzt), dann und wann sichmischend mit den Glocken der trägen Manlthicre, diewollustvolle Stille die Stille des scheidenden Mittagsan den Küsten von Neapel; nicht eher, als bis Ihr erempfunden, nicht eher, als bis Ihr seinen ganzen entner-venden, aber köstlichen Zauber gekostet habt, glaubet jedie ganze Bedeutung des Dolce lar nionte fassen zu kön-nen; und wenn Ihr diese Worte kennen gelernt, wenn2hr diese Atmosphäre eines Feenlandes geathmet habt,dann werdet Ihr Euch nicht mehr wundern, wie doch daSHerz so Plötzlich und üppig zur Frucht reife unter dem ro-sigen Himmel und dem prachtvollen Sonnenschein desSüdens.

Die Augen der Schauspielerin waren auf das weite,blaue Meer vor ihr gerichtet. In der ungewohnten Nach-lässigkeit ihrer Kleidung konnte man die Zerstreutheitihres Geistes lesen. Ihre schönen Haare waren lose hin-auf gebunden nnd znm Theil bedeckt von einem Tuche,dessen Purpurfarbe den Goldglanz der Locken noch erhöhte.Eine einzelne Locke war dem Tuch entschlüpft und fiel denanmuthsvvlicn Hals herab. Ein weites Morgcngewand,mit einer Binde gegürtet, ließ das dann nnd wann von derSee herüberwehende Lüftchen ans der halb enthülltenBüste ersterben; und der winzige Pantoffel, welchen Ctu-derella hätte tragen können, schien viel zu weit für den