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der Ansichten in GlaubenSsachcn. Alle Religion als eineFabel verwerfend, hatte er doch Gefühle gehegt — dennobgleich sein Verstand schwach, war doch seine GemüthS-art gut — die ihn zu jener falschen übertriebenen Ein-psindsamkeit Hinneigen machten, welche so oft von denEinfältigen, die damit behaftet sind, für Wohlwollengehalten wird. Er hatte keine Kinder; er beschloß ei»enkant äu >>eu,,Ie zu adoptiren. Er beschloß diesen Kna-ben ganz nach der „Vernunft" zu erziehe». Er wählteeinen Waisen von der niedersten Herkunft, dessen körper-liche Gebrechen »nd Nnschönheit nur noch mehr sein Mit-leid erregten, und der am Ende seine ganze Zärtlichkeitgewann. In, diesem Verstoßenen liebte er nicht blos einenSohn, sondern auch eine Theorie! Er zog ihn höchst phi-losophisch auf. HelvetiuS hatte ihm bewiesen, daß dieErziehung Alles thun kann; und ehe der kleine Jeanacht Jahre alt war, waren seine Lieblingsausdrücke:lumiere et In vertu. Der Knabe zeigte Talente, beson-ders in der Kunst. Der Beschützer suchte ihm einen Mei-ster, der ebenso frei war vom „Aberglauben" wie er selbst,»nd wählte den Maler David. Dieser Mann, so häßlichwie sein Schüler, dessen Lebenswandel ebenso lasterhaft,als seine Talente als Künstler unbestreitbar waren, warsicherlich so frei vom „Aberglauben," als der Beschützernur wünschen mochte. Es war Robespierre Vorbehalten,den blutdürstigen Maler nachmals an das Ütre suprcmeglaube» zu machen. Der Knabe hatte früh ein lebhaftesGefühl seiner beinahe unnatürlichen Häßlichkeit. Sei»