ihm jetzt als ein Feind — denn der Vater fürchtete desSohns Ehrenhaftigkeit! Er warf einen verstohlenen Blickrings über den Tisch, bis sein Auge auf Vaudemvnt has-tete, und seine Angst verdoppelte sich, denn VandemontSGesicht, gewöhnlich so ruhig, war in einem außerordent-lichen Grad aufgeregt, als er es von dem eben gelesenenBrief erhob. Ihre Blicke begegneten sich. Robert Beau-fort sah ihn an, wie der Angeklagte vor den Schrankenden Ankläger anblickt, wenn dieser seine Rede beginnt.
„Mr. Beaufort," sagte der Gast, „der Brief, den Ihrmir eingehändigt, fordert mich nach London wegen wich-tiger Angelegenheiten und ohne Verzug. Erlaubt, daß ich,sobald es Euch bequem ist, nach Postpferden schicke."
„Was gibt es denn?" sagte die schwache, selten ge-hörte Stimme der Mrs. Beaufort. „Was gibt es denn,Robert? Kommt, Arthur?"
„Er kommt heute noch," sägte der Vater mit einemtiefen Seufzer; und Vaudemont stand in diesem Augen-blick von seinem erst halb abgemachten Frühstück auf, undverließ mit einer Verbeugung, welche der ganzen Gesell-schaft galt, und mit einem Blick, welcher auf Camilla haf-tete, die aus ihren noch nicht geöffnete» Brief niedersah(einen Brief von Wiuandermere, dessen Siegel sie nochnicht zu öffnen gewagt), das Zimmer. Er eilte auf seinZimmer, und schritt mit stattlichem Schritt —dem Schrittdes Herrn und Meisters— auf und ab; dann nahm er denBrief, und überlies noch einmal seinen Inhalt. Er lau-tete so: