Druckschrift 
6 (1841)
Entstehung
Seite
119
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schäften seyn, er, der so viele gesehen; es waren schöneLandschaften in der Umgegend, und wenn er seinen waid-männischenUebungen entsagen wollte Camilla zeichnetehübsch, hatte ein Auge für der Art Sachen und ritt sogerne.

Vaudemont war erstaunt über diese Veränderung,aber sein Entzücken war größer als sein Erstaunen. Erbegann zu ahnen, daß man seine wahre Persönlichkeit ver-muthe; vielleicht hatte Beaufort, gro ßmüthiger als er ihmzugetraut, die Absicht, alle frühere Unbilden und Härtendurch diesen Einen unschätzbaren Segen gut zu machen.Die Großmüthigen deuten die Motive Andrer in ertrememSinne immer zu enthusiastisch oder zu streng. Vaude-mont war zu Muth, als hätte er dem Unrecht gethan, derihm Unrecht gethan hatte; er fing sogar an seine Abnei-gung gegen Robert Beaufort zu überwinden. Einige Tagekam er so viel in Berührung mit Camilla; die Fragen,die sie ihr Vater zwang, an ihn zu richten, mit Angstund Zittern vorgebracht, schienen ihm Beweise von ihrerTheilnahme an seinem Geschick. Seine Gefühle für Ca-milla, so Plötzlich in ihrem Entstehen so gereist und be-günstigt durch den Vicebeherrscher der Welt den Gottder Verhältnisse hatten vielleicht nicht die Tiefeund die ruhige Fülle jener Einen, wahren Liebe vonder es viele Zerrbilder gibt! und die beim Mannwenigstens vielleicht den Anhauch und die Reise, wo nichtder Zeit, doch mindestens vieler Erinnerungen, der voll-kommnen und erprobten Ueberzeugung von der Treue, der