machen wir nicht Jagd! Lord Lilburne" (und dies sagteer mit einem lächelnden und verächtlichen Flüstern), „Ihrmüßt Euch etwas mehr einüben!"
Aber diesen Rath nicht beachtend, stellte Lord-Lilburnevon diesem Tage an seine Morgenbeschästigung ein. Erdachte nicht mehr an ein Duell mit Vaudemont. Sobalddie Jagdliebhaber ihn verlassen hatten, hieß er Dykeman,die Pistolen sorttragen, und begab sich geraden Wegsheim, in die Bibliothek, wo Robert Beausort, der keinJagdliebhaber war, gewöhnlich seinen Morgen zubrachte.
Er warf sich in einen Armstuhl, und sagte, indemer mit ungewöhnlicher Heftigkeit das Feuer schürte:
„Beaufort, es thut mir sehr leid, daß ich Euch gebe-ten, Vaudemont einzuladen. Er ist ein sehr ungezogener,unangenehmer Bursche!"
Beaufort ließ seines Verwalters NechnungSbuch fal-len, mit dem er sich beschäftigte, und sagte:
„Lilburne, ich habe keinen ruhigen Augenblick ge-habt, seit der Mann im Hause ist. Da er ein von Euch«ingeladener Gast ist, wollte ich bisher Nichts sagen —aber habt Ihr nicht bemerkt — Ihr müßt es bemerkt ha-ben! — wie ähnlich er den alten Familien-Portraits ist?Je mehr ich ihn ins Auge gefaßt, je mehr leuchtet mirnoch eine andre Aehnlichkeit ein. Mit Einem Wort," sagteRobert, innehaltend und schwer athmend, „wäre seinName nicht Vaudemont — wäre seine Geschichte nicht,allem Anschein nach, so bekannt, so würde ich sagen — ich