Druckschrift 
6 (1841)
Entstehung
Seite
90
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so

Die erste Empfindung Vaudemonts bei Durchlesungdieses Billcts war EntzückenIch werde fie sehen!"rief er aus,ich werde mit ihr unter Einem Dache seyn!"Aber aus einmal schwand der Glanz und die Glut von sei-ner Wange, linier Einem Dache! welchem Dache? derGast seyn da, wo er sich als Herrn betrachtete! der Gastseyn von Robert Beaufort! Und war das Alles ? Sanner nicht auf den tödtlichsten Krieg, welchen das civilifirteLeben gestattet auf den Krieg des Rechtsstreiteseinen Krieg um Namen, Eigenthum, ja um eben diesenHerd mit all seinen Hausgöttern, gegen diesen Mann?-Konnte er seine Gastfreundschaft annehmen?Ilnd wie?"rief er aus, im Zimmer auf- und abschreitend,weil ihrVater mich mißhandelte, und weil ich meine Abkunft vondem mcinigcn geltend machen will muß ich darum ausmeinen Gedanken, aus meinem Gesteht ein so holdes undschönes Bild verbannen fie, die als Kind an meinerSeite kniete vor diesem harten Mann? Ist der Haßeine so edle Leidenschaft, daß er keinen Strahl von Liebezulassen darf? Liebe! welches Wort! Zeh muß bei Zeitenans meiner Hut seyn!" Cr hielt inne in heftigem Kampfmit sich selbst, riß daS Fenster auf und schnappte nach Lust.Die Straße worin er wohnte, lag in der Nähe von St.ZameS; und eben in diesem Augenblick fuhr, als solltedadurch aller Widerstand vereitelt werden, und der Kampfein Ende haben, Mrs. Beaufort im offenen Wagen vor-bei, Camilla an ihrer Seite, MrS. Beaufort blickte her-auf und v erbeugte sich matt; und auch Camilla bemerkte