54
sagte: „Verzeiht mir — ich habe Euch Unrecht gethan;ich will Euer Gast seyn."
Mrs. Morton, man sollte eS kaum glauben, legtekeine Zeichen von übler Laune an den Tag, als sie von derangebotnen Gastfreundschaft hörte. In der That warMiß Margaretha während Philipps Abwesenheit so be-redt in seinem Lobe gewesen, daß sich die Mutter günstigfür ihn stimmen ließ. Wirklich hatte ihre Tochter eineArt Herrschaft über MrS. Morton und das ganze Hauserlangt, seit sie einen so trefflichen Heirathsantrag an-genommen. Und zu dem sind manche Leute wie die Hunde— sie knurren die Zerlumpten an und schmeicheln wedelndden Wohlgekleideten. Mrs. Morton hatte Nichts einzn-wenden gegen einen Neffen >Io laoto, sondern nur gegeneinen Neffen in kornia gaugeiis. Der Abend vergingdaher heitrer, als man hätte vermuthen können, obwohles Philipp ziemlich schwer wurde, die vielen Fragen überdie Vergangenheit, womit er bestürmt wurde, zu pariren.Er begnügte sich damit, so kurz als möglich zu erzähle»'daß er in fremden Diensten gedient, und sich so Viel er-worben habe, um unabhängig leben zu können: und dannmit der Leichtigkeit, die ein Mann in der großen Welt sichaneignet, lenkte er das Gespräch auf die Aussichten derFamilie, deren Gast er war. Nachdem er mit gebührenderAufmerksamkeit der MrS. Morton Lobeserhebungen ihresTom angehört hatte, den man hatte holen lassen, undder die Lobpreisungen seiner Artigkeit und seines Anstandesmit einem sehr großen Paar erröthender Ohren einsog,