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habt Ihr heute Jemand zu mir geschickt, um dieselbe Er-kundigung, wie Ihr selbst, einzuziehen?"
„Ich? Nein! Was meint Ihr?"
„Gut, gut — setzt Euch — hinter all diesem magEtwas stecken, was Ihr besser errathen könnt als ich."
Und als Philipp nach seinem Willen that, erzählteihm Mr. Morton, der eine wirkliche, ausrichtige Freudehatte, seiner Schwester Sohn lebend und dem Anscheinnach in gedeihlichen Umständen zu sehen, sofort ganzgenau die Unterredung, die er mit dem vorherigen Besuchegehabt. Philipp hörte ihm mit ernster Aufmerksamkeitzu. Wer konnte der Frager seyn? Jemand, der um seineGeburt wußte — Jemand, der ihm nachspürte — Jemandder — Guter Himmel, konnte er der langvermißte Zeugeder Trauung seyn?
Sobald dieser Gedanke ihn durchzuckte, fuhr er vonseinem Sitz auf und bat Morton dringend, ihm den Unbe-kannten aufsuchen zu helfen. „Ihr wißt nicht," sagte erin einem Tone voll jener Energie des Willens, worin daseigentliche Talent seines GemütheS bestand, — „Ihr wißtnicht, von welcher Wichtigkeit dies seyn kann für meineAussichten —- für den reinen Namen Eurer Schwester.Wenn es der endlich zurückgekehrte Zeuge wäre! Wersonst, von dem Stande, wie Ihr den Mann geschildert,hätte ein Interesse bei solchen Nachfragen? Kommt!"
„Welcher Zeuge?" sagte Mrs. Morton hastig. „Ihrwollt uns doch nicht wieder mit der alten Geschichte vonder Heirath kommen!"