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— Wenn am Ende neue Ausreden gefunden würden —wenn sie dann aus irgend einem nicht vorhergesehenenGrunde ihre Zustimmung verweigerten? — Ihr — darfich nicht dann immer noch auf Eu ch zählen?"
Camilla seufzte tief auf, und mit ihrem sanftenAngesicht den Liebenden anblickend, sagte sie schüchtern:„Denkt doch nicht, daß eine so kurze Zeit mich untreu ma-chen könne, und hegt keinen Verdacht, daß mein Vaterseine Zusage brechen werde!"
„Aber wenn er es thnt, willst Du doch die Meinebleiben?"
„Ach, Charles, wie könntet Ihr mich achten als Frau,wenn ich Euch erklärte, ich wäre im Stand zu vergessen,-daß ich eine Tochter bin?"
Sie sagte dies so rührend, und so gänzlich ohne alleAffektation, daß der Liebende nur damit antworten konnte,daß er ihre Hand mit Küssen bedeckte. Und erst nach einerPause begann er wieder in leidenschaftlichem Tone:
„Ihr zeigt mir nur, wie viel tiefer meine Liebe istals die Eurige. Ihr habt keine Ahnung davon, wie ichEuch liebe. Aber ich verlange nicht, daß Ihr mich eben soinnig liebet — es wäre unmöglich. Ich brachte mein Lebenvon der frühesten Kindheit an in dieser Einsamkeit zu, —ein glückliches, obwohl ruhiges und einförmiges Lebenbis plötzlich Du hereintratest! Du erschienst mir als dielebendige Gestalt eben der Poesie, die ich anbetete — soglänzend — so himmlisch — ich liebte Dich vom erstenAugenblick an, wo wir uns begegneten. Ich bin nicht wie