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„Ich dank' Ihnen, sprach er, „ich dank' Ihnennm Jener willen: vielleicht kommt die Zeit" — hierbrach der stolze, einst einer höher» Klasse der Ge-sellschaft angehörende Mann plötzlich ab, denn seinzertrümmertes Glück stand vor ihm ans und verbot>ede Hoffnung auf die Zukunft.
„Ja!" rief Cranford, vielleicht kommt die Zeitwo Sie mir dieses Geld hundertfältig zurückerstattenkönnen. Aber wo wohnen Sie? Sie schweigen. Gut,Sie wollen cs mir nicht sagen — ich verstehe Sie.Treffen Sie mich denn übermorgen Abend wieder andieser Stelle, — Sie werden nicht fehlen?"
„Ich werde eS nicht," erwiederte Jener, drückteCranfvrds Hand mit einer edeln, dankbaren Wärme,die ein minder verhärtetes Herz erweicht habenwürde, und wandte sich ab.
Mit gefalteten Armen, mit dem Zucken einesbitteren obwohl freudigen Ausdrucks über seinem Ge-sicht, stand Cranford flckl und blickte der verschwin-denden Gestalt des hochsinniqen, unglücklichen Man-nes nach, den er sich znm Verderbe» auSerseheu.
„Na," murmelte er, um die Tugend ists dochein hübsches Ding, ein recht hübsches Ding, daßman so gar hochtrabend von ihr redet. Ein BischenNagen der inner» Säfte, ein Bischen Zwicken deSärmlichen Körpers, wie Ihr Philosophen und Heili-gen unser besseres Theil nennet, und siche, sie läuftaus, wie Wasser durch ein leckes Schiff, und LaSSchiff sinkt! Nein, nein: Tugend ist ein schlechtesSpiel, ein ärmliches Spiel, ein Verlier-Spiel. Daist dieser Mensch, der Gipfel der Reinheit und Recht-lichkeit, — er braucht nur eine Versuchung zumFall — und er wi.d fallen, und noch obendreinschöne Worte dazu machen: ich schwöre darauf: Undist er einmal gefallen, so gibt eS für ihn keine Mit-telstraße - er wird ganz und gar verdorben, wäh-