Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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zehnten Theil der Wuth, welche die Schriften lite-rarischer Klopffechter beseelt! Kein Ansdruck desVorwurfs ist zu grausam, kein Tadel zu ungeheuer!die schwärzesten Leidenschaften, die bitterste, gemeinsteBosheit, schütten Kohle» und Gift auf jede Seite!Ist es doch als ob die größten Talente, das durch-dachteste Wissen gerade mir in den schwächsten undübelst geregelten Gemnthern gediehen, wie auslän-dische Gewächse im Dünger. Habe ein Literate etwasals Privatmann oder zum allgemeinen Gebrauch ge-schrieben, immer sprudelt es von unerweichbaremGrimm. Man könnte ihre Geschichte in die Wortefassen: Sie wurden geboren, zankten flch, starben!"

Es würde jedoch," eutgegnete Clarence,dieWelt wenig kümmern, wenn sich diese Zänkereienblos auf Dichter und Bearbeiter des imaginativenFachs beschränkten, in welchen sich eine gewisse Reiz-barkeit der scharfen, schnellen Auffassungsgabe, dieihr Talent bezeichnet, vielleicht beinah nothwendigbeigesellt. Mehr muß Dergleichen bei Philosophen,Theologen, Männern der ErfahrungswiffenschaftenznrBeklagung und Verwunderung Anlaß gcbenz dieLeidenschaftlostgkeit, die Geduld, das Wohlwollen,das ein karakteristisches Merkmal ihrer Werke seinsollte, müßte, meint man, auch ihre persönliche Ei-fersucht mäßigen und ihre Dispute mildern."

Ach," rief Talbot,die Eitelkeit des Ent-decken s ist nicht minder scharf, als die des Schaf-fens, die Selbstliebe eines Philosophen nicht weni-