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liebevollen und tröstlichen Brief erhalten haben.Wirklich Hab ich eben jetzt erst das Bette verlassen;man sagt mir ich sei von Sinne» gewesen und ichglaub' es, denn Du kannst Dir nicht verstellen, welchfurchtbare Träume ich gehabt. Jetzt aber ist Allesvorüber und Jedermann ist so freundlich gegen mich—vor Allem meine arme Mutter! Es ist angenehmkrank zu sein, wenn Die, welche uns lieben, überunserer Genesung wachen!
Ich lag nur wenige Tage zu Bett; gleichwohl istmirs, als wäre ein langer Abschnitt meines Daseinsvorüber — als sei ich in eine neue Lebeusära einge-treten. Du erinnerst Dich, daß mein letzter Briefmeine Empfindungen über Das was Mama von Ela-rence sagte, und über seine plötzliche Erscheinungausdrücken sollte. Jetzt, Theuerste, muß ich jenenTag, jene Gefühle, wie einen fernen Traum be-trachten. Jedermann ist so freundlich gegen mich,Mama liebkost und tröstet mich so zärtlich, daß ichglaube, ich war damals von einer Täuschung meinerSinne befangen. Ich bin gewiß, mau konnte mirseine Annäherung nicht im Ernst verbieten. Nein,nein: ich fühl' Alles wird noch gut gehen, so gut,daß selbst Du bei all Deiner Zufriedenheit gestehenwirst, wenn Du nicht Leonore wärst möchtest DuFlora sein.
Ich bin neugierig, ob Clarence weiß, daß ich un-wohl gewesen. Ich wollte Du kenntest ihn; er hat