Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
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und doch zergrämt sich mein Herz bitter über dieFeuerproben und beengenden Umstände, die es mit-unter zu sehen bekommt. Man muß die menschlicheSchwäche entschuldigen; oft wird Jemand in Ver-hältnisse gesetzt, in welchen eS ohne besondere GnadeGottes" (hier erhob er die Bugen)kaum möglichist, die Denk- und Handlungsweise der Welt von sicha-zuhalten."

Diese Bemerkung nicht ganz verstehend undüberhaupt nicht mit sonderlicher Aufmerksamkeit aufdieselbe achtend, verneigte sich Glendower blos, wiezum Zeichen der Zustimmung, und Jener fuhr fort:

Ich entsinne mich eines merkwürdigen Belegsfür diese Wahrheit. Ein Kommis meines Assocwwar durch Mißgeschick oder Unklngheit in die drü-ckendste Noth gerathen. Seine Frau, seine Kinder(er hatte eine zahlreiche Familie) standen buchstäblichund unrettbar am Rand des Hungertods. Einanderer Kommis benützte diese Umstände und theiltedem Unglücklichen einen Plan mit, ihren Principalzu betrügen. Der arme Kerl gab der Versuchungnach und wurde endlich entdeckt. Ich selbst sprachmit ihm, denn ich war bei seinem Schicksal betheiligtund hatte ihn stets werth gehalten.Was war IhrGrund zn dieser Unredlichkeit?" fragte ich.MeinePflicht," erwiederte der Mensch warm,meinePflicht! Sollte ich Weib und Kinder vor meinenAugen Hunger sterben lassen, wenn ich sie mit einerkleinen Gefahr für meine eigene Person retten konnte?

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