Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
42
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Nachdem sich die Leidende erholt, stand sie aufund begab sich mit ihrem Kind zu Bette, dem einzigenStärkungsmittel das sie gegen ihre Beschwerden je inWirksamkeit bringen konnte. Ihr Gatte begleitete sieund nachdem er ihre Angen, in welchen Thränen derDankbarkeit über seine Liebe schwammen, sich zu demScheinschlummcr schließen gesehen, den sie erkünstelte,um ihn von seinem Wärteramt zu befreien, kehrteer zu Cranford zurück. Diesen fand er mit gefaltete»Armen gegen den Kami» gelehnt, dem Ansehen nachin tiefe Gedanken verloren. Seine Abwesenheithatte einem Menschen, der sich rühmte nie eine Ge-legenheit zn verlieren, einen sehr nutzbaren Augen-blick geboten- Die Papiere auf dem Tisch waren vonihm durchschaut und die Adresse des Buchhändlersmit welchem der Gelehrte in Verbindung stand, ge-funden und abgeschrieben worden.So viel fürsGeschäft jetzt an die Menschenliebe," sprach HerrCranford i» seiner beliebten antithetischen Redeweisezu sich selbst, und lehnte sich in erwähnter Stellunggegen den Kamin.

Bei Glendowers Eintritt fuhr er aus seinerTräumerei auf, und bemerkte mit schwcrmnthigerMiene und nachdenklichem Ton:

Ach, Freund, wenn ich auf dieses dürftige Ge-mach, auf die schwache Gesundheit Ihrer unvergleich-lichen Frau, auf die Unbekanntheit Ihrer Werke, aufIhr Mißgeschick sehe, wenn ich Das betrachte undes mit Ihrem Gemüth, Ihrem Talent, mit Allem