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Nicht der Ansicht, daß diese fromme Aeußerung
- eine besondere Antwort erfordere, benutzte GlcndowerCraufords Pause keineswegs dazu, wozu sie augen-
. scheinlich benützt werden sollte. Mit einem Blick auf die, Frau des Gelehrten fuhr daher unser merkantilischcrFreund fort: „Einmal — einmal in meinen jungenTräumen — nahm ich mir vor, wenn ich je heirathen
> sollte, einen Beruf anfzugeben, zu welchem ich endlichnur wenig tauge. Ich malte mir einen mit Büchernwohl versehenen Landsitz; hätte ich dort erst alle Reize
> zusammengebracht, die außer demselben meine Gedan-i ken anziehen mochten, so war mein Entschluß michr einzig den Studien hinzugeben, welchen, wie ich mit
bedauern sage, in meiner Jugenderziehung nur ge-ringe Beachtung geschenkt ward. — Doch" (hierseufzte Herr Crauford tief uud wandte das Gesichtab) „das Schicksal wollte cs anders!"
Jedes bewundernde Mitgefühl oder Beileid, dasGlendower zur Erwiederung hätte anbringen können,
- wurde durch eine jener plötzlichen, übermächtigen
> Anwandlungen von Schwäche unterbrochen, denen seitjs einiger Zeit die zarte, schwindende Gesundheit seinerH Frau ausgcsetzt war. Er sprang auf und lehnte sich", über sie mit einer Zärtlichkeit und Angst, über wel-»! eher sein Gast höhnisch die Lippen verzog.
„So ist es," dachte er, „mit schwachen Gemü-i thern, die unter dem Einfluß der Gewohnheit stehen../ Die Liebe aus Lust wird Liebe ans Gewohnheit und, § letztere ist so stark als ersterc."