Druckschrift 
5 (1836)
Entstehung
Seite
36
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sein, bedachte Crauford die Schwierigkeit seinesUnternehmens keine» Augenblick oder ließ sich imEntferntesten beikvmmen, daß in Glendowers Naturund Geist irgend ein Hinderniß gegen sein Projektvorwalten durfte.

Berechnende Menschen sind an die Voraussetzunggewöhnt, daß Solche, welche das gleiche geistigeGeschäft mit ihnen treiben, auch zu dem gleichenEndergcbniß gelangt seien, oder gelangen muffen.Cranford, der in Glendower einen Philosophen sah.betrachtete ihn als einen Mann, der, wenn er seinewirklichen Ansichten auch verberge, doch im Gehenmen, wie er selbst, nicht nur die herkömmliche Artund Sitte, sondern sogar die herkömmliche Moral derWelt verlache. Wenig mit Büchern bekannt, warunser werther Richard, wie alle Menschen in ähnli-chen Verhältnissen, von eben den Vorurthcilen etwasargcsteckt, die er zu verachten sich die Miene gab,und theilte somit in nicht geringem Grad die übleMeinung des großen Haufens von den Herzen Derer,welche den Kopf zu bilden suchen. Glendower selbsthatte ihn in dieser Ansicht bestärkt, indem er dieje-nigen Moralisten, welche eine» vernünftigen Eigen-nützen als Maßstab aller menschlichen Handlungenfestgesetzt wissen wollen, lobte, wenn er ihre Ansichtauch nicht durchaus billigte.

Gänzlich unfähig diese Lehre in ihrem großenSinn aufzufaffen, legte der Bankier dieselbe seinerNatur gemäß in einer partiellen Bedeutung aus,