auch nicht zerstreut worden, und jetzt ist der Morgenvor der Thur und in dieser Hoffnung wandern wirfort, noch ungewiß, aber nicht in vollkommenemDunkel. Und dies ist »och nicht einmal all meineHoffnung; noch gibt es einen erhabener», und zuver-lässiger» Trost als de», welchen blose Philosophiegewähren kann. Wenn die Gewißheit künftiger Ver-herrlichung Milton freudig durch seine Blindheittrug, oder Galilei im Kerker erlabte: welch stärkereund heiligere Labung muß erst Dem gegeben werden,der die Meniche» als seine Brüder liebte und seineMühen ihrer Sache weihte? welcher den Schmähun-gen des jetzigen Geschlechtes um des Glückes derkünftigen willen Trotz bot, und in der Kraft seinesWohlwollens de» Ruhm mit Füßen trat? Wird esfür ihn nicht noch etwas Mächtigeres gebe» als dieEhre um ihn in seinen Leiden jetzt zu trösten undseine Hoffnungen über das Grab hinaus zu retten?Ist der Wunsch blosen Nachruhms eher eine eitle alserhabene Empfindung, so flöst uns die Liebe zu un-fern Mitmenschen einen vernünftigcrn und edlernWunsch eines bleibenden Gedächtnisses auf Erdenein. Komme was da will, falls jene Liebe unsereArbeiten beseelt, unsere Studien leitet, so wird sie,wenn wir selbst längst Staub geworden, unsern nach-gelassenen Werken Werth geben, unsere Anstrengun-gen nützlich machen und das Verlangen nach Ruhm,das sonst eine selbstsüchtige, unreine Leidenschaftwäre, heiligen, indem sie es an die Wohlfahrt von
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