Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
118
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besaß er denn, obwol er sich nach seiner Rükkehrnach England unter die gemeine Herde der Reform-foderer mischte, manche Karakttreigenthümlichkeit,die während sie ihn für die Zweke eines psychologi-schen oder philosophischen Romandichters höchst er-wünscht macht, doch dem Leser als Warnung dienenmuß die ganze Klaffe nicht nach dieser Individualitätzu bcnrtheileu.

Unter jener Klaffe, so weit sie England ange-hörte, sprach sich eine starke Neigung aus, ihreSache durch Verstandesgründe durchzusezcn. BeiWolf, dessen Kopf in einem sehr losen Verband mitden Dcnkgesezrn stand, war Alles die Ausgeburtsprudelnder Gefühle, die jeden Beweis verwarfenund Deklamation an dir Stelle von Vernunftschlüs-sen sczten. Dies bewirkte eine mächtige, unversöhn-bare Trennung zwischen ihm und dem bessern Theilseiner Genossen; denn die Gewohnheit kalter Ueber-legung, sei sie nun auf ein richtiges oder unrichtigesZiel gewandt, wird das Gemüth nur sehr selten jenengewaltsamen Handlungen zuueigeu, zu welchen Wolfvon seinem stürmischen Innern vielleicht ängereiztwerden mochte, und gibt denMrakteren, für welchesie gewissermaßen die gemeinsame Beherrscherin ist,etwas Methodisches und Gleichartiges. Das Gefühldagegen dieser Redner der keine Berechnung zu-läst und die Zahmheit ruhiger Gegenüberstellungüber den Hanfe» wirft, machte Wolf vereinzelt,verlassen, übertrieben in Ansicht und Handlung, seies auf dem Feld des Guten oder des Bösen, undfolglich sehr geeignet für jene starken Lichter undSchatten, welche die Karaktermalerei aus der Ge-wöhnlichkeit des alltäglichen Lebens hervorzuhebe»liebt.

Persönliche Verbindungen mäßigen nicht seltendas Feuer unserer Begeisterung für das Allgemeine.