Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
101
Einzelbild herunterladen
 

101

Vierzehntes Kapitel.

Was! Freiheit und Eigenthum aufgebe». niederliegeuund sich mit hölzernen Schuhen satteln lassen?

Der Pfarrer von Wakefield.

In dem schwermüthigen, reffektirenden KarakterWarners lag etwas das an Mvrdaunt erinnerte; hät-ten sie in unfern Tage» gelebt, so würden vielleichtBeide, der Künstler wie der Philosoph, Dichter ge-worden sein. Allein, (um hauptsächlich den Lezternim Gesicht zu behalten) damals war Poesie nicht dergewöhnliche Ausweg für tiefe Gedanken oder leiden-schaftliche Gefühle. Zwar hatte Gray *), den manin seiner Darstellung so ungerechter Weise der Künst-lichkeit und falschen Reize auklagt, in die wenigenWerke, die er der Nachwelt hinterließ, eine Tiefeund Fülle gelegt, die der schönen Literatur seinerZeit fremd waren, und nach ihm hatte Goldsmithin der rührenden, wenn auch etwas schwächlichenEinfachheit seiner Verse der Poesie einen kurzen

*) Thomas Gray. geb. 1716 in London, wachte sichvor Ullein durch die bekante Elegie auf einenDorskirchhof, di« unter de» Deutschen mehrfacheUebersezer gefunden hat. «»sterblich. Sein« Ode«,worunter «in Theil auch in lateinischer Spracheabgesagt ist. gelten für das Beste ihrer Art inder englischen Literatur. Sei» Tod erfolgte 1771.