Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
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Urbild, den» es überdauert dieses; Liebe kann esnicht welk machen, Trennung es nicht zerstören, jagerade der Tod Dessen, der es ins Leben rief, dräktihm nur einen heiligern Werth auf."

Und so möchtest Du denn," fragte Clären«,allen Ernstes gegen die stumme Kopie äusserer Zügedie Gefühle hingeben, welche kein Gemälde darzustel-len vermag?"

Ja," erwiederte der Maler mit einem seinemruhigen Welen ungewöhnlichen Nachdruk, indem erin seiner Antwort von Lindeus Bemerkung leichtadbeugte:ja, Niemand kann zwei Herrinnen die-nen; die meinige ist die Verherrlichung meiner Kunst.Ach, was sind die kalten Gestalten dieser zahmenErde, auf welcher die Fußstapfen der Götter »er-wischt sind und keine Spur nachgelassen haben, wasfind die verkümmerten Formen, die niedern Stirnen,die sich widerstreitenden Züge gegen die herrlichen,wonnigen Gebilde, die ich nach meinem Willen heraufbeschwören kann? Weg mit menschlicher Schönheitfür Den, dessen Nächte voll sind von Engelgestaltenund Wanderern ans der Welt der Sterne, von denGeistern alles Dessen was lieblich und erhaben inder Welt ist in der Welt wie sie gewesen, alsdem Quell und dem Bach und dem Hügel und jedemBaum den der Sommer umkleidet, die Hut einerNymphe zugetheilt war; als man durch Laudgänge,am Wasserfall, am leuchtenden Mittag oder uuterden silbernen Sternen Götter und Geister Hinwan«