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Forderungen der Vernunft zu folgen, hörte ich blosauf eine trügerische Selbsttäuschung : Geliebte, war-um sollen wir uns um zweifelhafter und ferner Uebelwillen trennen, während das Unglück der Trennungselbst das gewisseste, unnachlassendste Uebel ist, dasuns treffen kann?"
„Um Deinet- und somit um meinetwillen, laßvon mir," unterbrach ihn Isabelle, mit ihren Thrä-nen kämpfend. „Ich bin eine Bettlerin und Ausge-stoßene. Du darfst Dein Schicksal nicht an das wei-nige knüpfen. Ich könnte, Gott weiß wie gern,Armnth und all ihre Uebel für Dich und mitDir tragen; aber ich kann sle nicht über Dichbringen."
„Und wirst cs auch nicht!" rief Mordaunt lei-denschaftlich , und bedeckte die Hand, die er hielt,mit feurigen Küssen. „Besitz ich nicht genug für unsBeide? Meine Liebe, nicht meine Armnth, fleh ichDich an zu tbeilen."
„Nein, Algernon, Du kannst mich nicht täu-schen: Dein Stammgnt wird Dir durch den Rechts-handel entrissen werden; verbindest Du Dich mitmir, so steht Dir Dein Vetter nicht bei; ich, wieDu nur zu wohl weißt, kann über nichts gebieten:und so mürd' ich Dich, dem ich in liebenden, HellenTräumen alles Große und Erhabene verkündet, ineiner Dunkelheit begraben sehen, aus welcher DichDeine Talente nie erheben können, preisgegeben denQualen der Armnth und Abhängigkeit und Demüthi-