Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
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süße Wonne darin, unter dem Vorwand der Furchtihren Haß auszulaffen, und ahmte folglich das Bei-spiel ihres Herrn nach. Fräulein Diana würde uu-deweint, ungeehrt, unbesnngen zu ihren Väterngegangen sein, hätte sich Isabelle nicht freiwillig zuihrer Pflegerin aufgedrungen. Stund' um Stundeschwebte ihre Elfengestalt durch das Krankenzimmeroder saß stumm und vdemlos neben dem Bett; sieempfand weder Furcht vor Ansteckung noch Bitterkeitüber erlittenen Druck; Alles schwand ihr unter dereinzigen Hoffnung einen Dienst thun zu können, un-ter der einzigen Befriedigung, sich in der weitenOede der Schöpfung nicht ganz so nutzlos zu fühlen,wie sie bisher frenndlos gewesen.

Fräulein St. Leger genaß.Für ihre Wiederher-stellung," sagte der Arzt,haben Sie zunächst demHimmel, sodann Ihrer jungen Verwandtin zu dan-ken;" und mehrere Tage lang ward die glückliche Isa-belle von der Rekonoalescentin mit Lob und Liebkosun-gen überschüttet. Aber dieser Wechsel hielt nicht langean: die keusche Diana war durch das genußreicheLeben vieler Jahre zu sehr verdorben, als daß dieKrankheit eines einzigen Monats viel Gutes in ihremWesen hätte hcrvorbringen können. Die alten Ge-wohnheiten kehrten schnell zurück, und wenn auchDianas Herz sich wirklich gegen die arme Isabellegemildert hatte, so erstreckte sich diese Milderungdoch keineswegs auf ihr Temperament. In der Thatermangelten vielleicht weder Bruder noch Schwester