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einer Zuneigung zu einem so schönen und gutenWesen, allein sie hatten ihr ganzes Leben lang Skla-ven gequält, und so war und konnte denn ihre Liebenur die eines Frohnvogts oder Pflanzers sein.
Isabelle jedoch, die einzige Verwandtin, die jeinnerhalb der Wände des Geschwisterpaars erschien,galt unter den Gästen, die sich in dem genußbieten-den Haus drängten, eben so gut für die künftigeErbin als die jetzt Abhängige; ihr ward daher dieHuldigung mancher Lippen und Herzen dargebracht,und wurde im Geheimen ihr Stolz unablässig ge-kränkt, ihr Gefühl verletzt, so würde vor derWeltihre Eiltelkeit — wäre diese ihrem Stolz und ihremGefühl an Erregbarkeit gleich gekommen - sie innicht geringem Grad schadlos gehalten haben. Un-glücklicherweise jedoch erschien Eitelkeit bei ihr alsdie mindest hervortretende Eigenschaft und sie wandtesich eher mit Hohn als mit Freude von den Kom-plimenten und Schmeicheleien ab, die ihr Scharf-blick durchschaute, während ihr Herz sie verachtete.
Vielleicht fand sie wirklich einige Befriedigungdarin, sich gegen Fremde einem Stolz hinzugeben,dem jede geziemende und würdige Aeußerung gegenVerwandte versagt war, und die Theilnahmlosigkeicihres Benehmens bei all seiner Anmuth, die Kälteihres strahlenden Auges und der verachtende Ausdruckihrer jungen Lippe stieß gegen die Bewunderung,welche ihre Schönheit erregte, mächtig an und riefeher Mitleid mit ihren Pflegeeltcrn über die per-