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war eine magere Dame von ungefähr sechs FußHöhe, und ihre Stimme sv hoch und spitzig wie sieselbst. Seit Langem in Furcht vor ihrem Bruder,freute sie sich herzlich darüber, Jemand zu finden,den sie mit so viel Fug und Grund vor sich selbst inFurcht halten konnte, und vom vierten bis zum sieb-zehnten Jahre erlitt Isabelle jede Schmach und Ent-würdigung, die ihr von der Tyrannei ihrer beidenBeschützer zugefügt werden konnte. Gleichwohl warihr Geist von den rauhen Stößen, die er fortwäh-rend erhielt, keineswegs gebrochen; im Gegentheil,ihr Gemüth, die Sanftmuth selbst gegen freundlicheMenschen, erhob sich entrüstet gegen die ungerechten.Zwar brach ihr Rechtsgcfühl nicht vernehmbar her-vor, denn so tief sie empfand, war sie doch sanft undihr Stolz verbarg sich unter der äußerlichen Weich-heit und Weiblichkeit ihrer Sinnesart; allein siestahl sich von Denen, welche ihr Herz verletzt hatten,weg, oder sie trat dessen Gefühle nieder und nährtemit heimlichen aber stürmischen Thränen des Gedächt-niß an die Härte oder Unbill die sie erduldet. Dabeierschien sie jedoch fern von Rachbegierde — ihr Zornwar eine edle, keine erniedrigende Empfindung. Einstals sie noch ein Kind, wurde Miß Diana von einemhöchst bösartigen und ansteckenden Fieber befallen.Ihr Bruder — welcher ostindische General würdenicht ebenso gehandelt haben? — liebte sich selbst zusehr, um sein Leben durch Abwartung einer Schwesteraufs Spiel zu sehen; die Dienerschaft fand eine zu