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2 (1836)
Entstehung
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war gelöst worden, um dem erstickenden, zürnendenSchluchzen Luft zu geben, das rebellisch gegen seineFessel anwogte. Alles schien jene Bitterkeit des Kum-mers anzudenten, in welcher das Gemüth seine Ver-achtung des äußern Scheins am Körper ausläßt, undbezeugte andrerseits, daß der jetzt mehr besänftigteund unterwürfige Schmerz erst auf einen minder ru-higen und beherrschten Ausbruch gefolgt sei. WehDenen die das Brod fremder Herren essen, ihreThränen werden den innersten Quellen des Her-zens abgepreßt!

Isabelle St. Leger war das einzige Kind einesOffiziers in der Landarmee, der noch in ihrer Kind-heit starb; ihre Mutter überlebte ihn nur wenigeMonate und die warmfühlende, pscnniglose Waisewurde der widerstrebenden Obhut und kalten Liebeeines entfernten, begüterten Verwandten gleichenNamens übergeben. Generalmajor Kornelius St.Leger, der seinen Reichthum auf Kosten seiner Ge-sundheit in Indien erkauft hatte, war von so heißemTemperament wie seine Knrri's*), und ließ das-selbe um -so schonungloser an seiner Pflegetochter aus,als die noch stärkere Uebellaune seiner uuverheirathetenSchwester ihn an freiem Spielraum an Letzterer selbstverhinderte. Diese Schwester, Miß Diana St. Leger,

*) Ein ostindisches Wort, eine Mischung aus verschie-denen eingemachten Früchten bedeutend.

Der Ucbersetzer.