Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
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Sphäre angehören, entnehmen wenigstens Farbe undGestalt von der Phantasie. Was Wunder also, daßdie Phantasie ihnen auch Trost und Hoffnung bringt?Später aber, im Mannesalter, wirkt die Einbil-dungskraft nur wenig auf unsere Leiden ein undbietet uns keine Anssicht zur Flucht. In der Mühe,Gährung, Glut, den unruhigen, erschöpfenden Be-schäftigungen der reifern Jahre, wie bald verliertda die mitternächtliche Lampe ihren Zauber, dieTräume deS Mittags ihre Seligkeit! Durch tau-send quälende, reibende Bande sind wir an dieseharte, unheiligc Erde gefesselt! Wir werden Skla-ven eines Bodens voll Staub und Moder; unreinerQualm, enge Mauern, der steinige Pfad der ungast-lichen Welt werden unsre Heimath. Was haben unsreSchmerzen jetzt gemein mit der „Mondschein-Schwer-muth," der zarten Schwärmerei unserer jüngerenJahre? Können wir unser Wehe noch den Wäldern undWasserfällen klagen? Können wir die antwortendeSee oder die mitempfindenden Sterne ihm zu Zeugenrufe»? Ach! für unsre Qual gibt es jetzt weder in denStimmen der Natur noch den Geheimnissen der Poe-sie Gemeinschaft oder Trost; sie ist zum kleineuStichund winzigem Geträufel, znr umtreibendeu, abmü-henden Erbärmlichkeit des Lebens geworden; sie hatweder Würde noch Illusion in sich. Einer um den an-dern schlingen sich solche Schmerzen um uns, wie ei-serne Bänder; sie vervielfachen ihre Gelenke, sie über-wachsen unsere Herzen, und die Gefühle, einst für die