Druckschrift 
1 (1836)
Entstehung
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den eben besprochenen Charakter: Mir will es be-dünken, ein Fehler unserer heutigen Literatur be-stehe darin, mit poetischen und zarten Empfindun-gen, die uns intercssiren und gewinnen, einen men-schenfeindlichen, verachtenden Sinn zu paaren, alsob Beides natürlich und nothwendig verbundenwäre. Gegen diesen Fehler Hab' ich bei Entwer-tung des erwähnten Charakters anzukämpfen ge-sucht. Ich habe dem Algernvn Mordaunt alle Ge-fühle zugetheilt, die man in der Regel als Abzeicheneines Menschenfeindes betrachtet. Stolz, Zurück-haltung, Ungeselligkcit, ein der Einsamkeit undLeidenschaft ergebenes Gemüth, das durch seinenromanhaften Zug,-durch seine Ueberverfeinerungund seine Schwere unfähig wird, sich leicht mitAndern zu amalgamiren. Diesen Eigenthümlich-keiten des Charakters (die ich, wie ich wohl znbemerken bitte, nicht für Zierden, sondern fürMängel ansehe) sind Eigenthümlichkeiten der Um-stände beigefügt, welche jene Charakterfehler nochverstärken, das Individuum durch die Schranken,womit das Unglück sich stets so gerne umschließt,von seiner Gattung noch mehr trennen müssen.Dennoch Hab' ich diesen Mann nicht nur als einenwarmen und allgemeinen Menschenfreund geschil-dert, sondern in seiner Person sogar zu zeigen ge-sucht, wie weit durch Wohlwollen, im weitesten undedelsten Sinn des Wortes, selbst der Fehler zurTugend erhoben und die Versuchung zum siegreichenTriumph verherrlicht werden könne. Mißlang mir