15
erträglich weit gebracht zu haben; — nein, ich sprechein allem Ernst!
Verfasser. (Mit verweisendem Ton.) HerrPelham!
H e rr Pelha m. (Mit sanftem Lächeln.) Nun
Verfasser. Thun Sie mir den Gefallen eineAffektation wegzulassen, die Ihnen nach JedermannsAussage übel steht, und suchen Sie wie ein vernünf-tiger Mensch zu sprechen.
HerrPelha m. Aber mein theurer Herr, hießeDas nicht mir einen unbilligen Vortheil über Sieeinräumen? (Plötzlich ändert er sein Benehmen umund setzt sich mit resignirter Miene wieder in der Otto-mane zurecht.) Indessen fahren Sie fort; meineWünsche sollen den Ihrigen nachstehcn: mit Rechtsagt der Philosoph von Genf, es gebe keine Tugendohne Opferung des eigenen Selbsts. Fahren Siefort.
Verfasser. Ich vertraue darauf, dcß Sie eineso erhabene Sittenlehre ausüben werden. Und nun,Herr, sagen Sie mir, welchen Lohn ich für Alles, waSSie mir gekostet, haben soll? Was, Herr, kaun mirdie beleidigenden und nicht ohne Schein angebrachtenVorwürfe vergüten, die mir auf ihre Rechnung zu-kommen? Sprach ich nicht — hören Sie wohl, HerrPelham — sprach ich nicht, als ich mich hergab, Ihreverfluchten Abenteuer zu schildern, zu mir selbst:„mein Held ist ein schrecklicher Hasenfuß — es sagtmir zu, daß er Das ist: ich habe einige Erfahrung