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Doch man misverstche mich nicht: ich will kei-neswegs , daß die Prediger einer lautern, leiden-schastiosen Religion sich mit Schaugepränge in diePolitik des Tages mischen oder unter dem Lärm undTumult des demokratischen Treibens erdlikt werden;aber wenn sie auch nicht für die politische Unter-stüzznug des Volks selbst Mitwirken sollen, so ist cSdoch unstreitig, wenn sie sich durch ihre Wirksamkeitgegen dasselbe Hervorthun, eben als legte man einePulvcrmine unter ihre geistliche Wirksamkeit undihre weltliche Macht. Jedes unpopuläre Votum derBischöfe ist ein Stoß gegen die Gruudfeste derKirche. Religion ist die Herrschaft über das mensch-liche Herz; man entfremde ihr dieses Herz und dieHerrschaft muß nothwendig fallen. Wäre dagegendie Vcsezzung der Hochkirche nicht so ausschlicslicharistokratisch; gingen ihre Glieder, wie in den Tagender kirchlichen Macht und Reinheit, in der Regelmehr ans der großen Masse selbst hervor, die siebeherrschen sollen, ") so würden dieselben, meiner
*) Die gewöhnliche Vorstellung, als müsten Geistliche
schon in einem höher» Ekand geboren sein, isteine grnndlose, engherzige Ansicht. So habendie großen Gründer aller mächtigen Sekten nichtgedacht; nicht durch so ärmliche, kleine Maßregelnwird, der Erfahrung nach, die Macht der Geist-lichkeit erschaffen. Man werfe einen Biik durchdie Weltgeschichte. Man sehe, wie das mächtig«Pabstthum wuchs und sich ausdehnt». Seine größ-
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