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Bekentnissen die Verschiedenheit des Nationalkarak-ters klar nachgewiesen werden könne. ,,Die Bewoh-ner Syriens und Egyptens weihten ihr Lcbenm iißigerund kontemplativer Andacht; Rom trachtete vonNeuem nach der Herrschaft der Welt, und der Wizder lebhaften, geschwätzigen Griechen erschöpfte sichin Streitigkeiten über metaphysische Theologie."Wenden wir diesen Ausspruch ans unsre Zeiten an,so dnrslen wir abermals berechtigt sein in der Reli-giosität der Deutschen ihre kontemplative Ruhe undschmuklose Innigkeit deS Gefühls; in derjenigen dtrAmerikaner den Hang zur Selbständigkeit und znSpekulationen nachzufühlen, während der eitle, krie-gerische Franzose der kirchlichen Feier seine Leiden-schaft zum Schangrpränge und das Gefällige desBühneneffektes ausdrnkt, der kaufmännische, aufAnstand haltende Bewohner Englands aber in seinerReligiosität die Anhänglichkeit an die Schiklichkeitder änssern Form und an einen r-spektadeln Scheinoffenbart. Gewiß wird, mindestens bei uns, dasäussere und sichtbare Zeichen für das beste, vielleichteinzige Merkmal innerer und geistiger Erbauunggenommen. Wir dehnen den Maßstab für dieseWelt auf unfern Glauben an eine andere aus undtrauen unserem Nachbar im Verhältniß seiner äußer-lichen Achtbarkeit.
Es waltet, mein Herr, in unserem Land undin unsrer Zeit ein Geist der Verständelei vor, dasErzeugniß jener materiellen Philosophie, die wir,