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das Verlangen nach den Elementen des Wissens ziehtdie Gelehrsamkeit zu den Foderungen der Zeit her-ab; — es findet eine Abneigung gegen die strengen,mühsamen Arbeiten statt, durch welche die bereitsvorhandenen Kentniffe allein erweitert werden kön-nen. Macht man das Strombette breiter, so habeman wohl ans die Quellen Acht. Vergebens jedochwürden mir, vergebens würden selbst Sie, meinHerr, troz der Macht Ihrer Tugend nnd IhresGenies, sich für die Fundationen des allgemeinenUnterrichts verwenden, wenn diese noch lange zau-dern, sich der fortschreitenden Bildung der Weltanzupassen. Selbst unter den höher» Ständen isteine Ahnung von der Unzulässigkeit der Modeerzie-hung, von den großen Kosten nnd dem kleinen Ge-winn des gegenwärtig auf Schulen und Universitätenbefolgten Systems erwacht.
Ein großer Vvrtheil der unter den niedernStänden verbreiteter!! Bildung ist die daraus für diehöhern hervorgehende Nothwendigkeit, ihre eigeneBildung zu heben. Meines Vermuthens werden dieje-nigen neuen Erziehungsmoden und Erziehungsysteme,welche die meiste Gunst beim Volk finden, endlichauch von den Vornehmern angenommen werden.Da sie rund um sich her die mächtigen Stapelpläzzeeines neuen Unterrichts — des Unterrichts des 19Jahrhunderts — sehen, so werden sie sich nicht län-ger zufrieden geben, ihren Kindern eine Erziehungvon dreihundert Jahren her zu ertheilen. Eines