Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
19
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Nuzzen ziehen, aber die Lokkungen der Gesell-schaft stoßen den Plan um; der Unbemittelte folgtdem Beispiel, das ihm der Reiche gibt; puzt sich,jagt, intrikirt, spielt, macht Schulden, wird zumBettler eben durch die Konnexion, welche sei» Vaterso sehr wünschte und eben durch die gesellschaftlichenUmgebungen, in welche ihm Zutrit zu verschaffen«in so großes Anliegen seiner Mutter war. Ichleugne nicht, daß es einige klügere und vorsichtigerejunge Abenteurer geben mag, die von dem Jugend-freund die erstrebte Pfründe, die gewünschte Stellewirklich zu erhalten wissen; allein solche Beispielesind sehr selten, und auf eine solche Möglichkeit alsans ein wahrscheinliches Gut hin zu spekuliren wäreunendlich toller, als wenn man dem Sohn, um fürsein künftiges Glük zu sorgen, ein Lvtterielos kaufenwollte.

So ist denn die Vorstellung, aus Schulen eineprofitable Konnexion oder eine vortheilhaste Freund-schaft davon zu tragen, ein reines Trugbild, erstensweil wenige Schulverbindungen auf der Universitätfortdauern; zweitens weil, selbst im Fall ihrer dor-tigen Fortdauer, wenige Universitätsverbindungenim späteru Leben auhalten; drittens weil, selbst imFall eines solchen Anhaltens, die Erfahrung nach-weist, daß eine Freundschaft zwischen dem Reichernund Aermern Leztern in Folge des fortwährendenBeispiels der Vergeudung weit eher ruinirt, als

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