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t»ng politischer Dankbarkeit diesen Ueberblik des ge-genwärtigen Standes unserer Erziehung, verbundenmit dem Ueberblik unserer religiösen Verhältnisse,zu widmen. In Preuffeu, dem Land wo die Erzie-hung unter allen Ländern der Welt am bewunderns-würdigsten geordnet ist, hat man das Ministeriumder geistlichen Angelegenheiten mit dem Ministeriumdes öffentlichen Unterrichts verschmolzen. Der Mi-nister des einen ist auch Minister des andern. ImGrosherzogthum Sachsen-Weimar, das den Augendes staunenden Europas wie ein Brennpunkt glän-zender Philosophie vorstralte, wo Gedankenfreiheitund Reinheit des Lebens Hand in Hand gingen, istdie ganze Verwaltung des Volksuntcrrichts so zusagen der Geistlichkeit anvertraut, *) und das Licht,das über den Menschen leuchtet, ward an den Altä-ren ihres Gottes entzündet. Ein erhabenes Beispielfür unsre eigene Geistlichkeit, das zugleich als Belegdienen kann,. Laß, wie Tugend das einzige Ziel derwahren Religion so gut als der wahren Wissenschaftist, so die Vereinigung dieser beiden Mittel die Er-reichung jenes Zwekkcs nur erleichtern kann.
So werde ich denn auch in einer und derselbe«Abtheilung meines Werkes den Stand der Erziehung
*) Zwar ist den geistlichen Schnlräthcu von Sachsen-Weimar auch ein weltliches Mitglied b-igeftllt,aller» dasselbe stimt mit ihnen in dem geistlichenSinn ganz überein. Dieser geistliche Sinn ist 4»Sachsen-Weimar Menschrnliebe.