Druckschrift 
2 (1841)
Entstehung
Seite
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Haltet ihn, haltet ihn!" schrie der Buchhändler,und der Polizeibeamte rannte ihm mit beinahe gleicherSchnelligkeit nach. Gaffe um Gaffe, Gang um Gang flohPhilipp entlang, abspringend, sich windend, athemlor,keuchend; und mit jeder Straße, mit jeder Gaffe wurde derSchwarm hinter ihm dichter. Die Müßigen, die Neugieri-gen, die Geschäftigen zerlumpte Buben und zerlumpteMänner, aus Stall und Keller, aus Winkeln und Ecken,schloßen sich dieser köstlichen Jagd an, welche den jugend-lichen Jrrthum hetzt, bis er, nur zu oft, an der Pfortedes Kerkers oder am Fuß des Galgens niederflnkt. AberPhilipp ermattete nicht in seinem Rennen, er beganneinen größern Vorsprung vor seinen Verfolgern zu gewin-nen. Er war jetzt in einer Straße, die sie noch nichterreicht hatten in einer ruhigen Straße, mit wenigeroder keinen Läden. Vor der Schwelle einer bessern Artvon Wirthshaus oder vielmehr Weinschenke, nach demAeußern zu schließen, lungerten zwei Männer herum; undwährend Philipp weiter floh, hatte der Ruf:Haltetihn!" indem er an andere Stimmen überging, sich in dasGeschrei verwandelt:Haltet den Dieb!" und dieserRuf ertönte noch in der Ferne. Einer der Männer packteihn; Philipp in der Wuth der Verzweiflung, schlug mitaller Kraft auf ihn ; aber der Schlag ward kaum empfun-den von diesem herkulischen Körper.

Ruhig!" sagte der Mann verächtlich;ich bin keinSpion; wenn Ihr vor der Gerechtigkeit davonlauft,würde ich euch gern zu einer Freistätte verhelfen."