Zähren habe ich mich selbst erhalten — einerlei wie, aberohne Euch in Anspruch zu nehmen — und jetzt fühlte ichReue, daß ich zugegeben, daß Zhr mich verstießt — jetzt,wo Ihr alt und hülfloS seyd, und wie ich hörte blind, undZhr vielleicht der Hülfe benöthigt seyn könntet selbst vonEurem armen, nichtsnutzigen Sohn. Aber ich bin fertig.Bergeßt nicht meine Sünden, aber diese Unterredung.Widerruft Euern Fluch, Vater! ich habe genug auf mei-nem Haupt, ohne den Eurigen ; und so — laßt den Sohnwenigstens den Vater segnen, der ihm flucht. Lebt wohl!"
Der Redende wandte sich, als er dies mit einer beiden letzten Worten zitternden Stimme sagte, und streifterasch an Philipp vorbei, den er jedoch nicht zu bemerkenschien, aber Philipp erkannte bei dem letzten rothen Strahlder Sonne wieder jenes wettergebräunte Gesicht, das man,einmal gesehen, schwer wieder vergaß, — er erkannte inihm den Unbekannten, an dessen Brust er in der Nacht sei-ner ersten verhängnißvollen Reise nach R-geschlafen
hatte.
Der alte Mann bei seinem schwachen Gesicht, merktedas Weggehen seines Sohnes nicht, aber sein Antlitz nahmeinen andern, mildern Ausdruck an, als der Letztere schwei-gend durch das üppige Gras dahinschritt.
„William!" sagte er endlich sanft; „William!" unddie Thränen liefen ihm seine gefurchten Wangen herunter;„mein Sohn!" Aber dieser Sohn war fort — der alteMann horchte nach einer Antwort — es kam keine. „Erhat mich verlassen — der arme William! — Wir werden