„Hört Ihr mich? Sehd Ihr ein Mensch?" schriePhilipp, und seine GemüihSbewegnng offenbarte auf ein-mal alles Feuer seines Charakters. „Ich sage Euch,meine Mutter stirbt; ich muß zu ihr! Soll ich mit leerenHänden kommen? Gebt mir Geld!"
Mr, PlaSkwith hatte kein böses Herz; aber er warein förmlicher und ein reizbarer Mann. Der Ton, densein Ladenjunge (denn als solchen betrachtete er Philipp.)gegen ihn annahm, und dazu noch vor seiner eignen Frau,(Beispiele find gefährlich!) erbitterte ihn mehr, als daß ergerührt worden wäre.
„DaS ist nicht die Art, mit E! rem Herrn zu reden;Ihr vergeht Euch, junger Mann!"
„Vergessen! — Aber, Sir, wenn es ihr am Nöthig-sten fehlt — wenn sie Hungers stirbt?"
„Geschwätz!" sagte Mr. PlaSkwith. „Mr. Mortonschreibt mir, er habe für Eure Mutter gesorgt. Nicht so,Hannah?"
„Recht nicht gescheit von ihm, gewiß, bei einer soschönen eignen Familie. Seht mich nicht so an, jungerMann — ich leide das nicht, ich leide es nicht. Ich erkläre,mein Blut gerinnt mir, wenn ich Euch ansehe!"
„Wollt Ihr mir Geld leihen? — fünf Pfund — nurfünf Pfund, Mr. PlaSkwith?"
„Nicht fünf Schilling! Mit mir in solchem Tonereden! Bin dazu nicht der Mann, Sir! Kommt, schließtden Laden, und faßt Euch; und vielleicht, wenn Sir Tho-mas Bibliothek in Ordnung, lasst ich Euch in die Stadt.