Periode der Nahrung und des Fiebers. Es ist nicht dieJahrszeit für Gläubiger, und der Schuldner schleicht mitminder ängstlichem Auge herum; das Wetter iü warm,und der Vagabund schlaft ohne zu frieren unter dem Por-tikus im Sternenschein; der Bettler kommt fort und derDieb hat gute Zeit, — denn die üppig wuchernde Civili-sation hat einen lleberfluß, nach dem Alle die Krallen auS-strecken. Und aus der allgemeinen Verderbniß kriechenschmutzige und elende Wesen heroor, um sich im allgemei-nen Sonnenschein zu wärmen — Wesen, welche zu Grundegehen, wenn die ersten Herbstwinde durch die melancholischeStadt Pfeifen. Es ist die fröhliche Zeit für den Erben undfür die Schönheit, für den Staatsmann und den Advoka-ten, für die Mutter mit ihren jungen Töchtern, für denKünstler mit seinen neuen Gemälden, und für den Dichtermit seinem neuen Buch. Es ist auch die fröhliche Zeit fürden Tagelöhner und den zerlumpten Heimaihloseu, der mitlangen Schritten und geduldigem Auge, auf einen Pennyharrend, dem Reiter folgt, welcher ihn umsonst zum Teufelgehen heißt. Es ist eine fröhliche Zeit für die geschminkteBuhlerin in kannoisinrothem Pelzkleid; und eine fröh-liche Zeit für die alte Here, die um die Schwellen derBranntweinläden sich herumtreibt, um in einem tüchtigenSchluck die Träume der entflohenen Jugend zurückzukaufen.Kurz, fröhlich ist sie, wie das volle Gewimmel einer un-geheuren Stadt immer fröhlich ist — für das Laster wiefür die Unschuld, für die Armuth wie für den Reichthum.Und die Näder jedes einzelnen Schicksals drehen sich
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten