Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
69
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Sofort erhob fich oben ein allgemeines Geschreider Weiber; die Männer starrten einander stumman. In diesem Moment fühlten sie die Erde unterihren Füßen schlittern; die Mauern des Theaterswankten und in der Entfernung vernahm man dasGekrach stürzender Dächer; noch einen Augenblickund die Bergwolke schien schwarz und schnell, wieein Strom, gegen sie herzurollen; zugleich warf sieeinen Aschenregen, vermischt mit großen Trümmernbrennenden Gesteines aus ihrem Schoß I Ueber diezermalmten Weingclände, über die verlassenenStraßen, über das Amphitheater selbst weitund breit, mit manchem laut platschendem Nie-derwurf auf die bewegte See, fiel dieser furcht-bare Regen I

Nicht länger dachte die Menge an Gerechtigkeitoder an Arbaces; Rettung für fich selbst war ihreinziger Gedanke. Jeder wandte fich zur Flucht,Jeder schob, preßte, drängte gegen den Andern an.Rückfichtlos über die Gefallenen hinschreitend,unter Stöhnen, Bitten und plötzlichen Schrcckcns-rufen strömte der Haufen durch die zahlreichen Aus-gänge. Wohin sollten fic fliehen? Einige, ein zweitesErdbeben vcrmuthend, eilten heim, fich mit ihrerkostbarsten Habe zu beladen und zu entrinnen, solang cs noch Zeit war; Andere, die Aschenregen fürch-tend , die jetzt rasch, Strom auf Strom, auf dieStraßen niederstürzten, drängten fich unter die