Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
46
Einzelbild herunterladen
 

cht hin; er hatte den Preis noch nicht gewonnen noch immer war sein Vater ein Sklave!

»Edler Aedil," antwortete er mit fester, tieferStimme,ich fürchte mich vor diesem Kampf nicht.Um der Ehre Pompejis willen fodere ich, daß ei»Zögling des längst berühmten Lanista dieser Stadtmit dem Römer fechte.«

Das Volk jauchzte lauter als zuvor.

»Vier auf Ein« gegen Lydon,« sagte Klvdiutt« LepiduS

»Nicht zu Zwanzig gegen Eins verstand' ichmich,« cnrgegnete Lepidns;ist doch EumolpuS einwahrer Achill und dieser arme Kerl ein »loser An-fänger.«

Eumolpns blikte dem Lydon fest ins Gesicht;er lächelte; aber dem Lächeln folgte ein leiser, kaumhörbarer Seufzer, ei» Hauch mitleidiger Bewn1«ng, welche die Sitte im Angendllk wieder erstikte,»o da« Herz sie anerkantc.

Und so standen sie denn bald in vollständigerRüstung, mit gezogenem Schwert und geschlossenemVisir, die beide» lczten Kämpfer der Arena, (eheMensch und Thier den Kampf begannen), einandergegenüber.

Zn diesem Moment wurde dem Prätor vonEinem der Aufseher ein Brief überbracht. Erwikelte die Schnur auf, warf «inen Blik ausden Inhalt und sein Gesicht deutete Verwunderung»nd Verlegenheit an. Noch einmal las er den