Druckschrift 
6 (1836)
Entstehung
Seite
26
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bei rauhem oder windigem Wetter selten unternom-men werden konte; der heutige Tag jedoch war soauffallend still» daß den Zuschauern die Uugeschik-lichkeit der Arbeiter unverzeihlich schien; und altvollends eine weite Oefnung im Hintergrund sicht-bar blieb, weil ein Thcil der Velaria seine Vereint-gung mit der entgegengcsezten Seite hartnäkig ver-weigerte, wurde das Murren der Unzufriedenheitlaut und allgemein.

Der Aedil Pausa, ans dessen Kosten das Schau-spiel gegeben ward, sah besonders vcrdrieslich überdieses Gebrechen aus und gelobte bittere Rache aufdas Haupt des Villikus oder Aufsehers der Baute,der jagend, keuchend, schweistriefend sich in nuzlosenBefehlen und eitlen Drohungen abmühte.

Plözlich börte das Gesumm auf, die Arbeiterverließen ihr Werk, die Menge war zum Stillschwei-gen gebracht, die Oefnung vergessen, denn unterlautem, kriegerischen Trompetengeschmetter zogendie Gladiatoren in feierlicher Ordnung in die Arena.Langsam und bedächtig umschritten sie den eirundenRaum, um den Zuschauern ebensowvl volle Gele-genheit zur Bewunderung ihrer ernste» Heiterkeit,ihrer kräftigen Glieder und verschiedenen Waffen,als zum Abschluß solcher Wetten zu geben, die etwanoch jezt die Aufregung des AugenblikS veranlassenmochte.

»O!" rief die Wit»-- Kulvia Pansa's Frau zu,mit dcrsie von ihrem hohen Siz herabschaute, »stehst