Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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wie ein Mondstrahl! sie hat einen Kranz von Eichen-laub auf dem Kopf. In ihrer Hand ist ein umge-kehrtes Gefäß, woraus sie rothe kleine Muscheln undperlendes Wasser schüttet. O schaut auf dieses Ge-sicht! Die Menschen sahen seines Gleichen nie zu-vor. Sich, wir sind allein, nur ich und sie imweiten Wald. Auf ihren Lippen ist kein Lächeln,sic geht ernsthaft und süß trauernd. He! fliehe, csist eine Nymphe eine von den wilden Napäcn. *)Wer sie erblickt, wird wahnfinnig, fliehe! sich, sieentdeckt mich."

O Glaukus l Glaukus! kennst Du mich nicht?Rase nicht so wild, oder Deine Worte tödtcn mich."

Ein neuer Wechsel schien jetzt über den aus denFugen gewichenen Geist des unglücklichen Athenerszu kommen. Er legte die Hand auf Npdias seidenesHaar; er streichelte ihre Locken, sah ihr sehnsuchtsvollins Gesicht, und da er in der zerbrochenen Ketteseiner Gedanken einer oder zwei Ringe nach zusam-men hielten, so schienen die Züge der Blinden ihmdas Bild Jones hervorzurufcn. Bei dieser Er-innerung wurde sein Wahnsinn noch tobender, undgesteigert von der Leidenschaft seines Herzens bracher in folgende Worte aus:

Ich schwöre bei Venus, bei Diana und beiJuno, daß ich die Welt, die ich jetzt auf denSchultern trage, wie mein Landsmann Herakles

Göttinnen der Berge und Wälder.