Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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die zarten Hände krampfhaft ineinander gepreßt, dieLippen geöffnet, die Augen auf den Boden gesenkt,harrte sie, welches Wort GlaukuS zunächst spreche»würde.

Dieser hatte den Becher an die Lippen gesetzt,hatte bereits etwa den vierten Theil seines Inhaltsgeleert, als er bei einem zufälligen Blick auf NpdiaSGesicht von der Veränderung, von dem tiefen,schmerzlichen, wunderbaren Ausdruck desselben soergriffen ward, daß er plötzlich anhiclt und, denBecher noch an den Lippen, ausrief:

He, Npdia, Npdia sag' ich, bist Du krankoder thut Dir etwas weh? Leugne nicht, DeinGesicht spricht zu deutlich. Was fehlt meinem armenKind?"

Mit diesen Worten setzte er den Becher niederund stand auf, um sich ihr zu näher», als ein plötz-licher Stich kalt durch sein Herz fuhr, dem sogleicheine wilde, wirre, schwindelnde Empfindung im Ge-hirn folgte. Der Boden schien unter ihm zu wei-chen eS war ihm, als erhöben sich seine Füßein die Luft; eine mächtige, überirrdischc Freudigkeitdurchbranste seinen Geist; er fühlte sich zu stür-misch bewegt für die Erde, er sehnte sich nachFlügeln, ja im wonnigen Sturm seines neuen Dascpnsdünkte es ihm, er habe Flügel. Unwillkührlich bracher in ein lautes, durchbohrendes Gelächter aus. Erklatschte in die Hände er sprang empor erwar wie eine begeisterte Pythia. Aber schnell, wie