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und ich ward ruhig. Ihm, der dem Grab für einenAndern Trotz geboten — was war das Grab ihm?Die Sonne schien trüb aus die bleichen, hoheitvollenZüge und erlosch dann! Finstcrniß fiel auf die Erde;wie lang fie anhiclt weiß ich nicht. Ein lauter Schreihallte durch das Dunkel — ein scharfer, bittererSchrei! und Alles war stifi."
„Aber Wer kann die Schrecken der Nacht ver-künden? Ich wandelte durch die Stadt; die Erdewankte und die Häuser zitterten in ihrem Grund;— die Lebenden hatten die Straßen verlassen, abernicht die Todten; durch das Dunkel sah ich fiehingleitcn — die dunstigen, gespensterhaftcn Gestal-ten in den Gewändern des Grabes, mit Grauenund Weh und Warnung auf ihren starren Lippenund lichtloscn Augen! Sie zogen an mir vorüberfie stierten mich an, — ich war ihres Gleichen gewe-sen und fie neigten ihre Häupter zum Zeichen derWiedcrcrkennung; — fie waren aufcrstanden, denLebenden zu sagen, daß die Tobten aufcrstehenkönnen."
Abermals schwieg der alte Mann und fuhr dannin ruhigerem Ton fort:
„Von jener Nacht an entsagte ich jedem irdischenGedanken, der nicht Christo diente! Ein Predigerund Pilger habe ich die fernsten Winkel der Erdedurchzogen, seine Gottheit verkündend und neue Be-kehrte seiner Heerde zuführcnd. Ich komme wie derWind, und wie der Wind scheide ich. Wie der