Druckschrift 
4 (1836)
Entstehung
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und ich ward ruhig. Ihm, der dem Grab für einenAndern Trotz geboten was war das Grab ihm?Die Sonne schien trüb aus die bleichen, hoheitvollenZüge und erlosch dann! Finstcrniß fiel auf die Erde;wie lang fie anhiclt weiß ich nicht. Ein lauter Schreihallte durch das Dunkel ein scharfer, bittererSchrei! und Alles war stifi."

Aber Wer kann die Schrecken der Nacht ver-künden? Ich wandelte durch die Stadt; die Erdewankte und die Häuser zitterten in ihrem Grund; die Lebenden hatten die Straßen verlassen, abernicht die Todten; durch das Dunkel sah ich fiehingleitcn die dunstigen, gespensterhaftcn Gestal-ten in den Gewändern des Grabes, mit Grauenund Weh und Warnung auf ihren starren Lippenund lichtloscn Augen! Sie zogen an mir vorüberfie stierten mich an, ich war ihres Gleichen gewe-sen und fie neigten ihre Häupter zum Zeichen derWiedcrcrkennung; fie waren aufcrstanden, denLebenden zu sagen, daß die Tobten aufcrstehenkönnen."

Abermals schwieg der alte Mann und fuhr dannin ruhigerem Ton fort:

Von jener Nacht an entsagte ich jedem irdischenGedanken, der nicht Christo diente! Ein Predigerund Pilger habe ich die fernsten Winkel der Erdedurchzogen, seine Gottheit verkündend und neue Be-kehrte seiner Heerde zuführcnd. Ich komme wie derWind, und wie der Wind scheide ich. Wie der